Autokauf in Brasilien I

Dieser Artikel beschreibt auf unterhaltsame Weise die Hürden beim Autokauf in Brasilien. Wer einfach nur den Ablaufpaln möchte, der kann bei Bus-travel.de nachlesen. Habe ich auch gemacht….

Für den Erwerb eines Fahrzeugs braucht man vier Dinge:

  1. Einen Reisepass
  2. Einen Wohnsitz
  3. Eine CPF-Nummer
  4. Ein Fahrzeug
  5. Der Reisepass ist in meinem Fall kein Problem, ich habe einen.

    Für den Wohnsitz und die CPF-Nummer (Das ist so etwas, wie die Sozialversicherungsnummer bei uns) hatte ich eine legal in Brasilien lebende Equadorianerin, die sich bereit erklärt hat, das Fahrzeug für die Überführung zum Source Temple, auf ihren Namen zu schreiben.

    Ein Fahrzeug hatte ich in Mercadolivre, dem hiesigen Amazon gesehen.
    Also auf nach São Paulo, Autos ansehen.(Samstag, 13. August)

    Der Händler (Montag, 15. August)war eine Lackiererei, der alte Bullis einkauft, lackiert, ein paar optisch wichtige Teile austauscht, und das ganze wieder verhökert. Hübsch ausgesehen haben sie, aber die Technik war unbefriedigend.
    Also nächster Händler.

    Ein vorheriges Gespräch ergab, dass es sich um Militärfahrzeuge handelt, zwei Bullis stehen zur Auswahl, einer von der Marine, einer vom Heer. Allerdings dauert es mit den Papieren etwas, da die Fahrzeuge noch nicht auf den Händler umgeschrieben sind. Besuch beim Händler (Dienstag, 16. August).
    Der Bulli von der Marine war halb Zerlegung hätte noch ein paar Tage gedauert, der Vom Heer war besser in Schuss und fahrbereit. Eine Probefahrt ergab, dass der Vergaser nicht richtig läuft und die Elektrik nicht funktioniert. Darüberhinaus bekommt der Händler seine Papiere erst am Donnerstag, wonach sie umgeschrieben werden können.
    Für mich ist das in Ordnung, denn das Fahrzeug ist in einem 1a Zustand. Kein Rost, das Fahrwerk wie neu, alles in einem einwandfreien Zustand. Die 65.000 km nach Tacho scheinen wahrscheinlich, da weder Sitze noch Pedale irgendwelche Verschleißspuren zeigen. Der Motor ist trocken, nur an der Ölblassschraube hat sich nach der Probefahrt ein Tröpfchen Öl gebildet.

    Das ist er! Der Händler versprach mir, das Fahrzeug Ind der Zeit, bis die Papiere da sind, fahrbereit und TÜV fähig zu machen. Ich bin gerne bereit, dafür einen Preis von 3.600 Euro zu zahlen.

    Also noch drei Tage in São Paulo abwarten, dann das Auto auf die Ecuadorianerin umschreiben und dann ab nach Hause!

    Aber wie immer auf meiner Reise, wenn ich ein Gewicht stemmen möchte, legt mir das Leben noch eins drauf. Plötzlich war sich die Equadorianerin nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee ist, den Wagen auf ihren Namen zu schreiben. Nach viel Diskussion über Probleme, die keine waren, kam sie dann damit raus, dass sie das nicht mehr möchte.

    Wenn Plan A nicht geht hat das Alphabet noch 25 andere Buchstaben.

    Somit werde ich meine Zeit nutzen, um einen Wohnsitz und eine CPN Nummer zu bekommen, damit ich das Auto auf meinen Namen schreiben kann. Und langsam finde ich gefallen daran,aus den Steinen, die mir andere in den Weg legen, Wege zu bauen 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.