Wohnwagen 1 – Überlegungen

Die Überlegungen, die ich zum Bau meiner Kutsche gemacht habe, möchte ich hier im Blog als Dokumentation festhalten.
Vielleicht interessiert sich jemand dafür, der ein ähnliches Projekt machen will, vielleicht gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, die ich nicht bedacht habe, oder es ist einfach nur Edutainment.

Zu Beginn waren die Gedanken, wie eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt.
Die Fragen lauteten:

  • Welche Dimensionen soll der Wagen haben?
  • Welche Dimensionen sind mit einer Achse möglich, wann brauche ich zwei Achsen?
  • Wie wird bei zwei Achsen die Lenkung realisiert?
  • Wie ist der Vergleich zwischen einachsigem Wagen mit weniger Platz, zu zweiachsigem Wagen mit mehr Aufwand?
  • Wie schwer wird das Ganze, wieviele Pferde sind nötig?
  • Wo bekomme ich die nötigen Teile her, welche Materialien sind verfügbar?
  • Wie hoch sind die Kosten?
  • Was kann ich schon fertig kaufen, was muss ich selber machen, was kann ich in Auftrag geben?
  • Welche Bedingungen müssen für den Straßenverkehr erfüllt sein?
  • Wie ist die Fahrwerksgeometrie, mit welchen Kräften habe ich es wo zu tun?

Das Internet gibt zwar viele schöne Bilder zu dem Thema her, aber leider nur wenige Bauanleitungen. Weiterhin möchte ich den Wagen so gut wie möglich an meine Anforderungen angepasst haben.
Das schwierigste von allem ist jedoch, eine Entscheidung zu treffen. Diese kleine,nagende Stimme im Kopf auszuhalten, die ständig sagt: „Könnte es anders nicht doch besser sein?“ „Hast du wirklich an alles gedacht?“

Deshalb war die erste Überlegung:
Was brauche ich, damit ich mich wohl fühle?

Das wichtigste ist Platz. Ich habe keine Lust, bei einer Woche Dauerregen mit meinen zwei Hundies nur im Bett zu sitzen.
Ein abgetrennter Schlafbereich ist mir ebenfalls wichtig, keine „Schlafcouchlösung“.
 Eine komfortable Küche. Ich möchte eine saubere, klar strukturierte Kochumgebung.

Und ich brauche Stauraum, da ich Produkte wie Kombucha, Joghurt und Kefir sowie Sauerkraut herstellen und verkaufen möchte.

Somit klärte die Frage nach „ Was brauche ich, damit ich mich wohl fühle?“ die Anzahl der Achsen. Zwei Achsen!

Die Dimensionen kann ich mir auf dem Papier nur recht schlecht vorstellen. Ich kenne den Unterschied zwischen einem Bett, dass 1,20 m breit ist, und einem, dass 1,40 m breit ist nur, wenn ich in beiden geschlafen habe.
Ein Sammeltaxi in der Größe eines Mercedes Sprinters hat mir da weiter geholfen.
Mein Wagen wird 4 Meter lang und 2,20 Meter breit. Nach oben hin gehen die Wände etwas nach außen, was dann eine maximale Breite von 2,80 Metern ergibt.
Die niedrigste Höhe des Daches wird 2,10 Meter, die höchste Stelle 2.40 Meter.

Mit Fahrgestell dürfte es eine Gesamthöhe von ca 3 Metern geben.
Und wenn ich anfange, zu bauen, wird sich alles wieder ändern…

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