Tarek! Schreib doch mal was über Liebe

Tarek! Schreib doch mal was über Liebe!
Als ich das hörte, musste ich ein wenig lachen. Es war dieses unbeholfene Lachen, dass sich genau dann zeigt, wenn man denkt, dass man etwas überhaupt nicht kann. Vera Birkenbihl wies auf dieses Lachen hin, das in ihren Vorträgen immer dann auftauchte, wenn sie dazu aufforderte, einen Hund zu zeichnen.

Meiner Ansicht nach taucht dieses Lachen immer dann auf, wenn wir eine Kluft zwischen Selbst- und Fremdbild haben.
Meine Gedanken über mich bestimmen das Selbstbild, meine Identität. Meine Taten erzeugen das Fremdbild, das, was andere in mir sehen.
Wenn uns also jemand auffordert, etwas zu tun, dann ist er der Meinung, dass wir das schaffen können. In seinem Kopf existiert ein Bild von uns, in dem wir in der Lage sind, das zu bewerkstelligen.
Es sei denn, er ist ein fieser Drecksack, oder ein mieser Lehrer…

Wenn unser Kopf nun ein Bild von uns hat, in dem wir das nicht können, haben wir eine Kluft. Ich bin der Meinung, dass diese Kluft dieses bestimmte, unbeholfene Lachen erzeugt.

Für mich gilt neuerdings, wenn jemand denkt, dass ich das kann, dann mache ich es, und gucke, was dabei heraus kommt. Außer, ich weiß sicher, dass ich die Aufgabe wirklich nicht erfüllen kann, wie z.B. Probleme der höheren Mathematik lösen, Autos ohne Werkzeug zu reparieren, oder einem Pferd das Fliegen beibringen.
Den Rest mache ich.
So wie jetzt. Schreib doch mal was über Liebe.

Dafür schauen wir erst mal, wo sie uns überall begegnet.

Zunächst halte ich Liebe für nichts Besonderes, wobei wir auf die Hermeneutik aufpassen müssen, also auf das, was Liebe für jeden persönlich bedeutet. Ich will da keinem zu nahe treten, doch bin ich grundsätzlich der Meinung, dass im Allgemeinen eine große Konfusion bezüglich der Bedeutung besteht.

In Schlagern, Filmen und Literatur ist die Liebe so hochstilisiert, dass sie ein unerreichbares Ideal geworden ist. Die Liebe als Zustand immerwährender Glückseligkeit, die nur dann manifestiert, wenn wir den einen, den richtigen Partner gefunden haben.
In meinen Augen der größtmögliche Blödsinn überhaupt! Eine Illusion, die mehr Leid als Freude erzeugt.

Spätestens seit dem Slogan einer Fastfoodkette ist das Wort „Liebe“ sehr inflationär und annähernd wertlos geworden.

„Ich liiiebe Forellen!“ Nope! Wer Forellen liebt, ißt sie nicht auf, sondern pflegt sie und erfreut sich daran, wenn es Ihnen gut geht.
Wer Blumen liebt, reißt sie nicht ab sondern pflanzt und gießt sie.
Wer Kinder liebt, tut ihnen kein Leid an, und vor allem dann nicht, wenn er es „gut meint“…

Tonio Kröger von Thomas Mann, Deutschunterricht der zehnten Klasse.
Weil der musisch veranlagte Teenager Tonio nicht bei seinem Schwarm landen konnte, kam er zu dem Schluss: „Nur wer leidet liebt wirklich.“ Aus Sicht des sensiblen Teenagers sicher nachvollziehbar, aber wenn der Deutschlehrer diesen Satz unkommentiert stehen lässt, ist das in meinen Augen ein Grund für ein Berufsverbot.

„DIE Liebe“, wie sich frisch verliebte das vorstellen, ist eher eine Art Laune, die mit besonderen Glücksgefühlen verbunden ist. Oftmals resultiert dieses Gefühl aus der freudigen Vorstellung, man hätte jemanden gefunden, der das eigene, normalerweise unglückliche Leben auf irgendeine Art mit Glück bereichert.
Wenn das von beiden Partnern so gesehen wird, ist es eine Beziehung der Abhängigkeit, da stützt der Blinde den Lahmen.

Weiterhin wird sie von Angst begleitet, man könne den Anderen verlieren.
Das ist keine Liebe, das ist Leid. Wenn wir vor etwas Angst haben, aber nicht wissen, wann es eintritt, tragen wir die unterschwellige Angst immer mit uns herum, denn es könnte ja immer passieren.

Diese Ungewissheit wird beispielsweise bei der Folter instrumentalisiert. Bei einem gerichtlich angeordnetem Freiheitsentzug weiß der Häftling, wie lange er eingesperrt bleibt, und ob er überhaupt wieder rauskommt.
Menschen, die ohne Verfahren eingesperrt werden, wie z. B. in Guantanamo, wissen das nicht. Tage? Monate? Jahre? Und was passiert in der Zeit? Wie geht es meiner Familie?
Die Ungewissheit wird eingesetzt, um den Menschen psychisch zu zerbrechen.
In Anbhängigkeitsbeziehungen wirkt die Ungewissheit ebenso zerstörerisch. Alles, was nicht definitiv sicher ist, also beide zu Hause, wird zur potenziellen Bedrohung.

Die Vorstellung, Dinge zu lieben, wie z.B. ein Auto oder ein Haus, halte ich mittlerweile für einen kulturellen Supergau auf der Beziehungsebene.
Das eigene Glück an Dingen festzumachen, ist wie eine Abhängigkeitsbeziehung, nur auf einem Niveau, auf dem man nicht mal mehr mit Menschen zu tun hat.

„Liebe deinen Nächsten, wie dich Selbst!“ das ist ganz harter Tobak!
Ich bin nicht sicher, ob hier ein Übersetzungsfehler vorliegt, ob Jesus das wirklich gesagt hat, oder ob wir es völlig anders betrachten müssen.

Ein grundsätzlicher Gedanke, weshalb ich diesen Satz so furchtbar finde:
Wenn ich mich in der Welt umsehe, sehe ich hauptsächlich ziemlich kaputte Menschen. 8 – 12 Stunden arbeiten sie, um sich mit irgendwelchem Kram zu beglücken, ohne zu merken, dass das nicht dauerhaft funktioniert.
Der dabei entstehende Schmerz, die Anstrengung des Erwerbes, die Frustration der Enttäuschung, wird mit Unterhaltung, Nervengiften und weiteren Ersatzbefriedigungen betäubt.

Es ist das Gehirn, das sagt, „Ich muss arbeiten, um Geld zu verdienen, um anerkannt zu werden, um bewundert zu werden, um zufrieden und glücklich zu sein.“
Doch es gibt noch eine andere Stimme, die kaum wahrgenommen wird.

Diese Stimme sagt: „Das kann doch nicht alles sein! Wo bleibt das Leben? Der Spaziergang über eine blühende Sommerwiese?
Die Freude darüber, anderen Menschen eine Freude zu machen?
Nachts den Sternenhimmel anzusehen, oder etwas Gemeinsam mit anderen Menschen zu erschaffen? Wo ist Zeit für die Sachen, die uns wirklich erfreuen, wenn der ganze Tag mit Verpflichtungen verplant ist?“

Menschen, die diese Stimme nicht wahrnehmen, möchte ich in meiner Überlegung auslassen, denn sie haben in dieser Hinsicht kein Problem.

Diejenigen, die einmal im Jahr in den Urlaub fahren, weil sie dann „leben“ können, und den Rest des Jahres schuften, um sich den Urlaub, den Ausflug ins Leben, leisten zu können, dass sind die, von denen ich reden möchte, denn sie können etwas tun.

Wenn jemand 48 Wochen im Jahr arbeitet, um dann 4 Wochen Urlaub machen zu können, macht er im Prinzip folgendes:
Er sagt seiner kleinen inneren Stimme „Halte noch ein Bisschen durch, dann bekommst du, was du willst!“
er sagt aber nicht, dass es zeitlich in keiner Relation zum vorherigen Aufwand steht.

Es ist nur ein Zwölftel! 4 Wochen sind genau ein Zwölftel von 48 Wochen.
Im Grunde ist es wie 12 Stunden Arbeiten, um dann eine Stunde Pause zu haben.
Das ist auch ein Zwölftel.
Auf der Arbeit würde jeder sagen „Hast du sie noch alle? 12 Stunden arbeiten für eine Stunde Pause? Das ist Sklaverei!“

Aber über das Jahr gesehen machen das sehr viele Menschen. Und um das durchzuhalten, brauchen wir Wochenenden mit Betäubungsmittel, Aufputschmittel und keine Ahnung, was noch.

Wie sehr liebt sich also ein Mensch, der sich selbst in die Sklaverei schickt, sich selbst betrügt, und um das alles durchzuhalten, sich selbst mit verschiedenen Giften betäubt?
Ich möchte sagen wenig bis gar nicht!
Er liebt Fastfood, Schuhe, Technik, Parties, Saufen und TV Sendungen, aber nicht sich selbst.

Und von so einem Menschen möchte ich auch nicht „geliebt“ werden, denn das läuft nur auf die Teilnahme an Ersatzbefriedigungen hinaus. „Trink erst mal nen Schluck, und stell dich nicht so an!“, „Komm, wir rauchen erst mal eine(n)!“ oder „Lass uns shoppen gehen!“

Der Spruch, der Jesus zugeschrieben wird, lautet meiner Meinung nach: „Du kannst deinen Nächsten nur so sehr lieben, wie du in der Lage bist, dich selbst zu lieben.“

Wenn wir das ein Wenig sacken lassen, und uns den kulturellen Umgang mit Flüchtlingen, Obdachlosen oder allgemein „unschönen“ Minderheiten ansehen, dann können wir erkennen, wie wir uns selbst behandeln.
„Der soll arbeiten, der faule Sack!“….. ich schicke mich doch auch jeden Tag zur Arbeit….

Da das aber wiederum keiner sehen mag, weil dann der Selbstbetrug und die Schäbigkeit gegenüber sich selbst offensichtlich wird, bekämpfen und meiden wir diese Menschen.

Liebe ist also etwas, was wir in uns selbst kultivieren müssen, damit wir es anschließend ins Außen tragen können.
Die meisten Menschen versuchen, Liebe in Partnerschaften zu finden, ohne zunächst mit sich selbst ins Reine gekommen zu sein.
Das ist ungefähr so, als ob ich ein ein großes Haus mit viel Platz kaufen will, während und weil meine aktuelle Wohnung zugemüllt ist. „Aber im großen Haus wird alles anders! Da ist viel mehr Platz!“ Ja… klar doch….
Erst wird der vorhandene Müll verteilt, dann kommt immer mehr hinzu…

Alles beim Alten, nur auf einem höheren Niveau.

Es macht keinen Sinn, eine Lösung in den äußeren Umständen zu suchen. Wer nicht zufrieden sein kann, mit dem, was er hat, kann niemals zufrieden sein.
Er unterliegt wieder und wieder der Selbsttäuschung, dass beim nächsten Mal alles besser wird. Dabei projiziert er die Ursache der folgenden Enttäuschung, also dem Moment, in dem er merkt, dass es doch nicht besser wird, auf einen Fehler der Sache.
Niemals aber suche er den Fehler in seiner irrigen Annahme, dass äußere Dinge ihn glücklich machen.

Wie finden wir denn nun die Liebe und das Glück im Innern?
Wir könnten zunächst damit beginnen, der kleinen Stimme in uns, die leben will, ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

Einige sagen, es sei die Stimme des Herzens, die Stimme der Seele, das Unterbewusstsein, was auch immer.
Es ist aber definitiv ein Teil von uns, wie ein Fuß oder eine Hand.
Bei den Händen haben wir das Glück, dass wir die eine zum Waschen der anderen brauchen. Aber kein Mensch kommt auf die Idee, den linken Fuß nicht zu waschen, weil der Rechte der ist, der morgens immer als erstes aus dem Bett kommt.
„Der rechte Fuß ist cool! Den wasche ich gerne… der kann auch Fußball! Den Linken wasche ich wenn’s sein muss am Wochenende“.
Genau das tun wir mit unserer inneren Stimme, der Stimme des Herzens oder der Seele… die kann man links liegen lassen, so klein, wie die ist…

Ich habe mir zum Beispiel angewöhnt, mich selbst zum Essen einzuladen.

Was von außen gesehen völlig normal erscheint, findet umso mehr im Inneren statt.
Ich mache etwas zu Essen, als würde ich es für jemanden machen, der mir sehr am Herzen liegt (was ja auch der Fall ist). Der Tisch wird gedeckt, mit einheitlichem Geschirr und Besteck, das Essen wird dekorativ angerichtet. Dann nehme ich mir bewusst die Zeit, alleine mit mir zu Essen und freue mich über meine eigene Gesellschaft, über die Ruhe, die entsteht, wenn ich zusammen mit mir alleine bin.

Manche Menschen sprechen sogar von der „inneren Hochzeit“, was bedeutet, dass wir diesem Teil von uns selbst so viel Aufmerksamkeit schenken, als würden wir ihn heiraten und uns auf diese Weise innig und liebevoll mit uns selbst verbinden.

Wenn die männliche und die weibliche Energie in uns auf diese Weise zusammengeführt werden, dauert es nicht lange, bis etwas Neues geboren wird, etwas Größeres auf höherem Niveau.

Ich habe keine Ahnung, wie das bei Frauen abläuft, aber bei mir war der Prozess der, dass ich meine liebe Mühe damit hatte, meiner weiblichen Energie mehr und mehr Handlungsraum zu geben.

Das bedeutet, das zu machen, was ich vom Kopf her eigentlich nicht machen will, oder das zu lassen, was mein Kopf mir sagt. Oder anders gesagt, mehr auf das „Herz“ zu hören.

Es war zum Beispiel sehr schwer für mich, in meinem Haus am See zu sitzen, und mich „aushalten zu lassen“. Ich habe nichts gemacht, außer das Haus zu bewohnen, und habe dafür Essen vorbei gebracht bekommen. Für viele ein Traum, für mich unangenehm.

„Das geht doch nicht! Der soll arbeiten, der faule Sack!“ sagte mein Hirn.
„Ich bin doch nicht auf Almosen angewiesen! Ich kann für mich selber sorgen!“ war ein anderer Satz, den ich ständig zu hören bekam.

„Er kann aber auch lernen, anzunehmen. Sich zu öffnen und als Ausgleich nichts weiter als Dankbarkeit zurückzugeben. Geht wunderbar!“ sagte die andere, kleine Stimme.

Mittlerweile habe ich gelernt, dass wenn mir jemand etwas freiwillig schenkt, ich es mit tiefer Dankbarkeit annehmen kann, ohne mir Gedanken um einen Ausgleich machen zu müssen.
Genauso, wie ich geben kann, ohne etwas dafür zu erwarten.
Das entlastet ungemein!

Im Laufe der Zeit ist die kleine Stimme ganz schön groß geworden, und mit der Größe haben sich auch meine allgemeinen Handlungsoptionen erhöht. Ich kann wesentlich vielfältiger und souveräner auf die „Probleme des Lebens“ reagieren.

Diese Souveränität wiederum hat dazu geführt, dass ich mich zunehmend klasse finde. Das Wort „selbstverliebt“ hat einen negativen Beigeschmack, aber im Grunde ist es recht zutreffend.
Es bedeutet, dass ich in der Lage bin, in mir selbst Liebe für mich zu erzeugen. Ich bin nicht mehr auf die Liebe von Außen angewiesen.
Interessanter Weise kann ich wahrnehmen, dass ich mehr und mehr Liebe entgegengebracht bekomme, jetzt, wo ich sie nicht mehr benötige.
„Wer hat, dem wird gegeben…“

Die Liebe sprudelt aus meinem Innern heraus und ich kann sie in die Welt gießen.
Ich kann sie über Menschen, Tiere und Pflanzen schütten, und über mich selbst, wenn ich es brauche.
Ich kann sie über den miesesten Griesgram schütten, weil ich weiß, dass er sie sehr nötig hat, da er sonst kein Griesgram wäre.
Ich kann mir selbst und anderen vergeben. Ich kann Beziehungen eingehen, ohne mir selbst untreu zu werden, mich trotzdem in den Beziehungen spiegeln und weiter in der Beziehung mit mir selbst wachsen.

Die Liebe, die aus dem Inneren erwächst, ist eine Kraft von kosmischem Ausmaß. Das ist wichtig für all jene, die glauben, dass Liebe verletzlich macht, wie unser Tonio Kröger.
Verletzt werden wir nur, wenn wir auf Liebe von außen angewiesen sind, und sie entzogen bekommen. Das ist das, was weh tut. Die Enttäuschung, die Nichterfüllung unserer Erwartung. Der Knall, mit dem der Traum zerplatzt und uns in die graue, „lieblose  Wirklichkeit“ schleudert.

Wenn wir die Liebe von außen als eine Art Sahnehäubchen auf der Kirsche ansehen, sind wir sogar in der Lage, sie einer anderen Person zu gönnen, damit diese Freude empfinden kann. Schließlich haben wir den restlichen Kuchen für uns alleine.
Soviel zum Thema Eifersucht und „Ich muss dir was sagen, ich hab jetzt nen anderen…“

“Ich freue mich für dich, dass du jemanden gefunden hast, der dich noch glücklicher macht!“

Das Loslassen von Dingen und Personen, die wir mögen und lieben ist mit dieser kosmischen Kraft möglich.

Liebe ist in meinen Augen nichts anderes, als eine Verbindung. Eine Verbindung, die wir zu allem und zu jedem, inclusive und besonders zu uns selbst, aufbauen können.
Einzige Ausnahme sind Stechmücken und Parasiten 😉

Liebe bedeutet nicht, dass es nichts Böses mehr auf der Welt gibt. Sie hat nichts mit rosaroter „alle sind so lieb“ Spinnerei zu tun.
Da wir in der Dualität leben wird es „das Böse“ immer geben, solange es das Gute gibt.
Die Liebe entscheidet aber darüber, wem wir uns hingeben. Dem Bösen oder dem Guten. Dem, das mit Freude wachsen und gedeihen lässt, oder dem, das mit Angst kontrolliert, einschränkt und abhängig macht.

Liebe ist das Ende des Gedankens der Trennung.

Wenn wir alles und jeden lieben können, sind wir mit allem und jedem verbunden.
Das bedeutet nicht, dass wir uns den Mist von jedem Deppen reinziehen müssen.
Verbundenheit bedeutet, dass der Depp zum Menschen wird, und sein Mist das Leid ist, das er solange zu tragen hat, bis er es in Stärke transmutiert hat.

Und ähnlich, wie ein stark vernetztes Gehirn diverse Vorteile hat, hat auch diese Verbindung mit allem und jedem diverse Vorteile.

Wenn man sich selbst annehmen kann, wie man ist, kann man das auch mit anderen Menschen.
Damit wird die Uniformität der Gesellschaft überflüssig, es braucht sich keiner mehr verkleiden oder einem Schönheitsideal entsprechen. Es wird eine Menge Energie frei, die wir sonst dafür verwenden, uns so zu machen, wie andere uns haben wollen.

Was dann entsteht ist ein Verbund aus ungezwungenen, starken Individuen, die, jeder für sich genommen, unterschiedlich sind, aber über die Verbundenheit der Vernetzung eine gewaltige Kraft bekommen, die unvorstellbar viel größer als die Kraft des einzelnen Individuums ist.

Ich bin kein großer Freund von Sprüchen wie: „Wir sind alle gleich!“ oder „Wir sind alle eins“. Sind wir nicht. Das ist die Leute veralbert! Das ist nur die halbe Wahrheit.

Wir sind bestenfalls Wellen eines Ozeans.
Es gibt große und kleine, schnelle und langsame Wellen und ich weiß nicht was sonst noch für welche. Alle sind unterschiedlich weil sie verschiedene Ursachen und so auch verschiedene Stärken haben. Aber alle sind miteinander verbunden, Teile eines größeren Ganzen, dass die gesamte Welt umspannt.

Wenn wir diese Bild bis in seine Tiefe begreifen, sind wir gemeinsam in der Lage, einen Tsunami der Transformation zu erzeugen, der die Welt verändert.

Und all das beginnt, wenn man etwas mehr auf die kleine Stimme in seinem Innern hört, die sagt: „Ich will leben!“

 

 

 

 

 

 

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