Hahn im Korb

Je mehr ich mich an die Zusammenarbeit mit dem Universum gewöhne, umso mehr erkenne ich, dass die Kommunikation immer besser funktioniert.
Letzten Winter z.b. habe ich mir gewünscht, Hühner zu haben. Dann gibt es Eier zu essen, und wenn am Monatsende alles knapp ist, vielleicht auch mal ein Huhn.
Vor vier Wochen kam der Miteigentümer des Grundstücks Cleber (wie Kleber) aus São Paulo zu mir und sagte irgendwann: „Wäre doch schon cool, wenn wir hier Hühner hätten….“
Seit 2 Wochen habe ich nun Hühner…

Ein alter Geräteschuppen wurde zum Hühnerstall umgebaut, dann zogen 6 Hennen und ein Hahn ein.
Ein weißes Huhn hat einen verkrüppelten Fuß und ist deshalb die letzte in der Hackordnung. In Erinnerung an die Serie „Die Opodeldoks“ der Augsburger Puppenkiste habe ich sie Helene genannt. Das Huhn, das silberne Eier legt.
Sie nehme ich immer auf den Arm und gebe ihr Futter, damit die anderen sie die anderen nicht verjagen.
Und da Helene eine sehr kluge Henne ist, hat sie sich schnell an mich gewöhnt.

Die drei Hundies haben die neuen Nachbarn mit großem Interesse und neugieriger Freundlichkeit begrüßt. Ich finde es immer sehr spannend, wenn sich zwei unterschiedliche Arten so friedlich begegnen.

Ein Schäferhund mit einer neurologischen Einschränkung ist auch als Hühnerhund glücklich

Cleber hat mir gezeigt, wie ich die Tiere abends einfange und auf die Stange setze, und am ersten Abend hat alles prima geklappt.
Am Morgen krähte ein zaghaftes Hähnchen um 06:30 Uhr, also zum besten Zeitpunkt, um aufzustehen.

Vorsichtige Annäherungsversuche

Tagsüber habe ich sie im Stall gelassen und hin und wieder besucht, damit sie sich an mich gewöhnen.
Am Nachmittag habe ich sie ein rausgelassen, damit sie etwas Auslauf haben und die neue Umgebung erkunden können.

Der alte Geräteschuppen

Leider habe ich beim Essenmachen nicht die Sonne im Auge behalten, und es wurde schnell dunkel.
Also höchste Zeit, die Tiere in den Stall zu setzen! Leider zu spät.
Von den sieben Tieren war nur eins im Stall… Helene.
Den Hahn und ein weiteres Huhn habe ich noch gefunden, die saßen auf dem Dach des Stalles.
Die anderen mussten diese Nacht irgendwo in dem Bäumen verbracht haben.

Der Chef und seine Mädels

Am nächsten morgen hat es dann Hühner geregnet. In bis zu vier Metern Höhe haben sie in den Bäumen übernachtet und kamen dann zum Frühstück herunter.

Helene mag die Inneneinrichtung

Chiquita freundet sich mit den Hühnern an. Sie sitzt hinter einem dicken Baum, äugt am Stamm vorbei und beobachtet, wie die Hühner im Sand scharren und Futter suchen.
Abends übe ich mit ihr, die Hühner in den Stall zu treiben. Es macht sich bemerkbar, dass sie Schäferhundeblut hat. Völlig ruhig, aber super aufmerksam geht sie vor mir her, und treibt so das Federvieh in den Stall. Interesse ist dabei, dass Shangi und Jiva im Hintergrund bleiben, ohne störend dazwischen zu toben.

EL Gallo.

Heute morgen war Jiva mit im Stall. Während ich damit beschäftigt war, mittels Futter eine gute Nachbarschaftsbeziehung aufzubauen, bemerkte ich eine Präsenz hinter mir. Irgendwas war da. Als ich mich umdrehte, saß Jiva hinter mir und guckte mich mit diesem „huch, wie komm ich denn hier rein?“ Blick an…

Jiva passt auf die Nachbarn auf

Mittlerweile erkunden meine neuen Nachbarn mehr und mehr das Gundstück. Ich finde sie in der Werkstatt, im Wald, am Komposthaufen, aber Chiquita hilft mir immer wieder, sie zu ihrem Stall zu bringen.

Helene

Jiva und Helene haben eine Art von Beziehung begonnen. Weil Helene immer von allen gehackt wird,sitzt sie abseits der Gruppe. Jiva legt sich dann vor sie. Damit hat sie Gesellschaft, zum andern machen die anderen Hühner einen Bogen um Jiva und lassen Helene in Ruhe.

Gestern sagte Cleber: „Wäre es nicht schön, wenn hier ein Schweinchen rumläuft?“

…. wird wohl fortgesetzt…

 

 

 

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