Dog shelter

 

Gestern war Umzug! Von einem Santuario in das nächste.

Wenn ich vorher viel Wildnis und ein paar Tiere hatte, habe ich jetzt viele Tiere und ein bisschen Wildnis.

Mit Jiva, Wunja und Alonso habe ich die Anzahl der Hunde hier über die 100-Marke gebracht.

Doch erst mal langsam von vorne.

Das Santuario Pachamama (Pachamama ist der spirituelle Aspekt von Mutter Erde) ist eine Auffangstation für Straßenhunde, sowie Tiere, die mißhandelt oder ausgesetzt wurden.

Derzeit sind hier knapp 100 Hunde, 3 Pferde und 2 Kühe. Die Pferde und Kühe stammen aus unsachgemäßer Haltung.

Die Pferde können hier in Ruhe grasen

Die Betreiber sind Maura und Rick.

Maura ist ca 60 Jahre alt, Brasilianerin, mit ihrem Leben kann man ganze Bücher füllen und niemand würde ahnen, dass es tatsächlich passiert ist.

Ihr Großvater war Musiker und hat beim Kartenspiel mit dem Präsidenten von Brasilien seine zwei Farmen verspielt.

Um  sie zurück zu gewinnen setzte er noch die Farm seines Sohnes, Mauras Vater.

Natürlich hat er wieder verloren und kurze Zeit später kamen Polizei und Militär und brannten alle Häuser nieder.

Die Vertriebene Familie fiel auseinander und Maura wurde adoptiert.

Sie lernte Nähen, erschuf ihr eigenes Modelabel und flog nach Paris, London und Tokio.

Mehr und mehr entwickelte sich ihre spirituelle Seite und sie arbeitete als Medium. Auf diese Weise bekam sie den Auftrag, sich um Straßenhunde zu kümmern.

Eines der Dog houses

In diesem Moment lernte sie Rick kennen. Einen amerikanischen Chemiker und vollblut Geschäftsmann. 

Rick hat jetzt eine Batterie entwickelt, die mit Wasser, Salz und Eisen funktioniert. Nichts giftiges, keine seltenen Erden und dabei eine Lebenserwartung von mehr als 20 Jahren.

Diese Batterie wird genutzt, um die Bedarfsschwankungen ganzer Stadtteile aufzufangen, also eher für Solar- und Windkraftnetze, nicht wirklich was fürs Hendi…

Die Produktion soll hier in Brasilien stattfinden.

Momentan sucht er Investoren für die Produktion.

Die finanzielle Situation des Santuarios ist weniger erfreulich.

Viele Hunde laufen frei herum. Einige sind in Gehegen

Es gibt keine Sponsorverträge mit Futterherstellern und der Bereich Social Media wird „so gut wie möglich“ betrieben, doch viel Potential ist noch ungenutzt.

Dazu gibt es zwei Angestellte, die sich um die Tiere und das Grundstück kümmern, sowie wenige freiwillige Helfer, Paten oder Spender.

Ein Bisschen fühle ich mich gerade wie dieser Koch im Fernsehen, der die Restaurants anderer Leute aufmöbelt.

Ich habe zwar keine Ahnung von Hundeauffangstationen, aber ich habe einige Zeit in Deutschland mit Social Media Marketing und – Management verbracht.

Und in diesen Bereichen gibt es sehr großes Potenzial!

Leider ist mein Wissen drei Jahre alt, was ich dringend aktualisieren muss, aber die Basics dürften sich nicht geändert haben.

Stürmische Begrüßung am Morgen

Insofern kann ich jetzt in meinen Lebenslauf schreiben: 

Social Media Manager für einen Dog Shelter in Brasilien!

Wenn das mal kein Traumjob ist! 24 h internet unter Palmen….

Zeitgleich mit mir ist Ana hier aufgetaucht.

Ich kannte sie als freiwillige Helferin aus Flor das Aguas. Sie produziert und vertreibt jetzt marinierte Shiitake Pilze. 

Ana wird die Kommunikation im Bereich Volontariat übernehmen, d.h. die Organisation freiwilliger Helfer über workaway und roadpackers.

Weiterhin werden wir Sponsoren, Paten und Spender suchen.

Für die freiwilligen Helfer müssen noch Unterkünfte gebaut, der notdürftig geführte Garten muss reaktiviert werden.

Und hier wohne ich gerade:

Es wird also ein äußerst spannendes 2019 werden!

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