Update zur Situation

Wenn es im Blog ruhig ist, bedeutet das in der Regel, daß ich zu engagiert in der physischen Welt bin. ich bitte dafür um Verständnis.
Um einen kleinen Eindruck zu gestatten, habe ich die letzten Monate kurz zusammengefasst:

Irgendwann ende März hatte cih genug vom Tierheim. Es ist mir zu krass geworden.
Ich habe zwei Pferde, eine Kuh, ein Kalb und 6 Hunde beerdigt. In sechs Wochen.
Aufgrund neuer Zugänge wurden weitere  Zwinger gebaut und ich befand mich schließlich mit meinem Häuschen zwischen zwei Zwingern.
Das Gebelle wurde schließlich so belastend, daß ich kaum noch vor die Tür gegangen bin. Tür auf, einen Schritt raus, umgedreht und wieder rein. Dann habe ich auf den Abend gewartet, bis ich zum Essenverteilen raus musste…

 

Schließlich kam ein Silberstreif am Horizont. Eine Bekannte hat in ihrer Heimatstadt Braganca Paulista das Haus ihrer Goßmutter zur Verfügung gestellt bekommen, und wollte dort eine Community gründen, die sich über alternative Therapien, Meditationen, Yoga u.s.w finanzieren sollte.
Das Haus musste nur ein wenig renoviert und angepasst werden.

Mit der Option auf langfristige Zusammenarbeit erklärte ich mich bereit, mitzumachen.
Ich wurde aus Cunha abgeholt, und nach Braganca gebracht.
Die Stadt hat ca 300.000 Einwohner, ist für brasilianische Verhältnisse wohlhabend und hat mir sehr gut gefallen. Auch das Haus war schön, ich wohnte mit zwei Lehrern einer Art Walldorfschule und meiner Bekannten zusammen.
Alles prima.
Leider war das Geld irgendwie sehr knapp und als ich alles repariert und renoviert hatte, kam die Nachricht, daß das Projekt eine dumme Idee war, und daß meine Bekannte nun lieber etwas anderes machen wolle.

Was dieses „Andere“ war, habe ich am Rande mitbekommen…
Ein spirituelles Schneeballsystem, um die Welt zu retten.

Sie hat von einer Veranstaltung berichtet, auf der es den ganzen spirituellen Standartkram gab, um „Gruppenleiter“ zu rekrutieren. Diese sollten dann Regionalgruppen gründen.
Wenn ein Leiter 10 Mitglieder hat, werden diese zu Leitern umfunktioniert, und das Spiel wiederholt sich. Ruck zuck hat man so die nötigen Menschen zusammen, die dann das globale Bewusstsein so weit anheben, daß wir in das goldene Zeitalter gelangen.

Den zwischenzeitlichen Ärger möchte ich nicht beschreiben, doch letztendlich haben mich ihre Nachbarin und deren Mann, beide super nette Leute in den 60ern, wieder nach Cunha gefahren.
Wieder zurück in den Source Temple, der spirituellen Community, die vor genau drei Jahren meine erste Station in Brasilien war.

Mein VW Bus steht immer noch in Cunha und wartet auf seine Reparatur. Allerdings haben wir hier nun 11eine Werkstatt!

Ich werde den Bus also demnächst hier her schleppen und reparieren. Aber vorher brauche ich Geld. Interessanter Weise habe ich gerade ein Angebot bekommen, ein Holzhaus zu bauen.
Im August werde ich also irgendwo in den Bergen leben und ein Haus bauen. Das Beitragsbild habe ich dort aufgenommen.
Dann ist der Bus dran.

Bis hierher also alles wieder gut, und Blogartikel wird es künftig auch wieder geben, ich habe nämlich einen Leihcomputer bekommen!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.