Kategorie-Archiv: Allgemein

Das Haus am See

 

Seit einiger Zeit machte ich mir um einige Dinge sorgen. Eins davon war die Frage nach dem „wo kommt das Geld für das Futter her?“
Ich war zwar wieder in Cunha, wo es beim Metzger Fleischabfälle gratis gibt, nur wollte ich den Hunden nicht ihr Futter wegessen.
Also meldete ich mich bei Flor das Aguas, und die ließen mich in ihr „Sanktuarium“, einem Haus, inmitten der Natur.

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Die drei Wege

Es war längere Zeit still im Blog. Das lag an verschiedenen Dingen. Zum Einen war ich mit Carina und Malte drei bzw. zwei Wochen in den Staaten Sau Paulo, Minas Gerais und Rio unterwegs.
Danach habe ich noch ein paar Wochen in Rio de Janeiro verbracht, wo ich eine Dachterasse begrünt habe.
Natürlich überwogen in dieser Zeit die Ausgaben, was mich in die Situation versetzte, dass ich meine Notgroschen umdefinieren musste.
Jetzt ist der VW Bus der Notgroschen.
Mit dem letzten Geld haben die Hunde ihre Tollwutimpfung bekommen.

Nun gibt es drei Wege, die ich zur Zeit sehe:

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Vinicius der Bäcker

Irgendwann habe ich eine These aufgestellt: „Wenn jeder beruflich das machen würde, was ihm Freude macht, und das zu Konditionen, die ihm ein Leben ermöglichen, hätten wir nicht nur keine Arbeitslosen, sondern vorwiegend zufriedene Menschen und von allem genug für alle.“
Nun kann man sagen, dass das Modell nicht funktioniert, weil die Rahmenbedingungen so etwas nicht zulassen. Das mag für Deutschland mir Sicherheit zutreffen, aber in Brasilien geht es.

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São Thomé das letras

Für die 220 km von Cunha nach São Thomé brauchte ich einen Tag. Das lag hauptsächlich an der Straße, denn viele Steigungen musste ich im ersten Gang fahren. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 70 km/h.
Irgendwann wurde die Straße wieder zum Feldweg, und es wurde richtig langsam.
Aber irgendetwas veränderte sich. Manche menschen behaupten, es sei die Energie der Region. Mir jedenfalls war nach anhalten zu mute. Anhalten und die Ruhe genießen.
Das tat ich drei volle Tage lang…
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Erster Ausflug – Abenteuer und Verluste

Nachdem ein Großteil der Küche eingebaut war, wurde es Zeit, die Haltbarkeit im Straßenverkehr zu testen. Ich kannte eine schöne Nebenstrecke, mit einem hochgelegnen Punkt, den ich zur Übernachtung nutzen wollte.

Doch das Abenteuerland ist das Land, in dem alle Wünsche in Erfüllung gehen… Somit wurde der Ausflug zu einem echten Test mit echten Verlusten…

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25.12. Weihnachten in Brasilien

Nach einer sehr kurzen und bewegten Nacht, Nele hatte irgendwie Durchfall, und immer, wenn ich gerade eingeschlafen bin, musste sie raus, begann der Tag um 07:00 mit der Morgenmeditation.

Brasilianische Weihnachtslieder wurden gesungen, und die Musiker von Flor das Aguas waren unbeschreiblich gut.
2 Gitarristen, ein E-Bass, eine Mischung aus Klavier und Ziehharmonika, verschiedene Klangschalen und Dinger, die „Bing“ machen, Rasseln, Trommeln, alles war im Einsatz.

Nach der Mediation fragte ich nach dem heutigen Programm und wurde verständnislos angeguckt. „Heute gibts kein Programm. Um 13:00 Uhr ist Mittag, und wie gewohnt um 19:00 Uhr dieAbendmeditation“. Keine Mandalas, kein Mantraworkshop.. nichts. Nicht mal Arbeit.
Ich fuhr nach Hause und beschloss, zu sehen, was passiert.

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Eine sonntägliche Landpartie

Martins, mein Honda Motorradmechaniker aus Cunha, hat Ronaldo, meinen Nachbarn, und mich zu einem Sonntagsausflug eingeladen. Er habe ein Haus in den Bergen gekauft, abgeschieden von der Welt, und er müsse dort ein Wenig aufräumen.
Dabei wünsche er sich Hilfe und Gesellschaft. Wir könnten auch was zu Essen machen, und den Sonntag in den Bergen verbringen.
Ronaldo war sofort begeistert und auch ich freute mich über etwas Abwechslung.
Am Samstag machte ich noch einen Hering- und einen Kartoffelsalat und Sonntag 08:30 Uhr stand Martins mit seinem Auto vor der Tür unseres Hauses.

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Wohnwagen – es geht los und muss warten…

Das Holz und ein Großteil des Fahrwerks für die Grundplattform sind angekommen. Nun geht es damit los, eine verbindende Ordnung in die Einzelteile zu bekommen. Aufgrund der einfachen Werkzeuge, die mir mein Nachbar Ronaldo zur Verfügung stellt, fühlte ich mich sehr an meine erste Ausbildung als Zimmermann erinnert…

Aber das Leben wäre nicht das Leben, wenn nicht wieder eine Überraschung warten würde…

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