Kategorie-Archiv: Allgemein

(nearly) Loosing Limbs – Ein Waldspaziergang

Wenn ich meinen konstruktivistischem Potential so richtig freien Lauf ließe, möchte ich sagen, dass das Leben einem immer Aufgaben stellt, an denen man wachsen kann, und hin und wieder kommt dann ein Test, ob es auch wirklich gefruchtet hat.

Dummerweise werden diese Test niemals angekündigt. Mit Nele hatte ich einige solcher Aufgaben und ich hoffe, dass ich den Test mit Jiva bestanden habe.

Denn wenn ein friedvoller, harmonischer Waldspaziergang in einem Blutbad endet, ist das meiner Ansicht nach schon Masterlevel…

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Wenn eine Tür zu geht, gehen andere auf

„Man darf einfach nicht glauben, was im Internet steht.“ Irgendwo habe ich gelesen, dass sogar Albert Einstein das gesagt hat.

Somit waren auch die Informationen über den Kauf von Fahrzeugen in Brasilien nicht ganz korrekt. Um genau zu sein etwas veraltet.

Ich war heute mal wieder beim Despachante, da die Papiere nun endlich fertig sind, und der hat mir gesagt:“Ausländer können in Brasilien kein Fahrzeug auf sich anmelden. Nur wenn sie ein permanentes Visum haben, oder eben die Brasilianische Staatsangehörigkeit haben. Der Wohnsitz alleine reicht nicht mehr.“ Auf die Frage, weshalb er mir das nicht gleich am Anfang gesagt hat, antwortete er: „Das habe ich nicht gewusst.“

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Mein Leben mit Shrek

Wer kennt ihn nicht, den grünen Kinohelden, der mit seiner urig-sympathischen Art die Herzen der Besucher und das Herz der Königin erobert hat?
 Er ist sehr bestimmend, trotzdem sensibel, wenn es drauf ankommt hart, aber auch sehr gefühlvoll, wenn es Zeit dafür ist. Ein Lebenspartner, wie viele sich ihn erträumen.

Der einzige Nachteil: Er ist ein Oger!
Ein grünes Fabelwesen mit furchterregender Kraft.

Nun, nach meinem Umzug auf das Nachbargelände halte ich Oger nicht mehr für Fabelwesen. So, wie man manche Menschen sieht und denkt:“WOW! Das ist ein richtiger Zwerg! Mit Bart, Bauch, hoch wie breit… echter, lebendiger Zwerg!“, so habe ich einen Oger gesehen.
Er wohnt neben mir…

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Ein Jahr ist schnell vorbei

Heute ist der erste Todestag meiner Mutter und somit der Geburtstag meines „neuen Lebens“. Denn als ich erkannt habe, wie schnell das Leben vorbei sein kann, und dass es recht unbefriedigend ist, es in einer 75qm Wohnung zu verbringen, einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren und seine Träume mit in die nächste Inkarnation zu nehmen, habe ich beschlossen, meins radikal zu ändern.

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Spirituelles III – Im Bann der grünen Schlingpflanze

Im Dschungel Brasiliens und Perus nennt man es Ajahuasca. Hier, in Südbrasilien ist der Name Santo Daime. Gemeint ist der Trank, der aus einer Liane hergestellt wird, die irgendwo im Urwals wächst. Manche Wissenschaftler sind sogar der Meinung, dass die Pflanze außerirdische Gene in sich trägt. Leider sind die Webseiten, die ich dazu gefunden habe derart gestaltet, dass ein glaubhafter Informationstransfer nicht gegeben ist.

Jedenfalls ist diese Pflanze mit ein Grund, weshalb ich nach Südamerika geflogen bin, und gestern bin ich ihr begegnet.

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2 Wochen Source Temple

Es gibt Menschen, die behaupten, dass wenn man ganz bewusst lebt, die Zeit länger erscheint.
Ich habe die letzten 2 Wochen äußerst bewusst erlebt und sie sind trotzdem wie im Flug vergangen.
Der Source Temple ist eine Art Ahsram, ein Rückzugsort für die spirituelle Entwicklung. Es gibt einen Lehrer, es gibt Schüler, und natürlich ein dickes Buch, in dem die Wahrheit steht.

Das dicke Buch hier heißt „A Course in Miracles“ und ähnlich wie andere dicke Bücher ist es der Autorin Helen Schucman durch die innere, göttlich Stimme diktiert worden.

Das Haupthaus
Das Haupthaus

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Anfahrt Source Temple

Die Anfahrt aus Sao Paulo verlief unproblematisch. Mit der App „Uber“ habe ich einen Fahrer gefunden, der mich für 400 Realis, ca. 110 Euro die 250 km Richtung Norden gefahren hat.
Er wusste, dass die letzte Stadt Cunha heißt, und dass da irgend eine „spirituelle Gemeinschaft“ in der Nähe sein soll.
Seine erste Überraschung erlebte er allerdings, als er die beiden Hundekisten und meinen Rücksack auf dem Bürgersteig sah.
Mit ein Bisschen Drücken passte ales ganz genau ins Auto hinein.
Dann ging es wohlgemut auf die Stadtautobahn Richtung Norden.

Ciao Sao Paulo
Ciao Sao Paulo

In Cunha war er auch noch ganz gut gelaunt, doch als wir den kleinen Ort wieder verließen und auf Pisten kamen, die ich sehr gut aus Uruguay in Erinnerung hatte, machte er eine emotionale Berg-und Talfahrt durch….

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Auf nach Brasilien – Take off bis touch down

Wenn ich die letzten 72 Stunden beschreiben wollte, wäre der Blog hier voll.
Ich müsste damit beginnen, dass mich die Mutter meiner letzten Hostelbestzerin zum Flughafen gefahren hat, da sie über eine VW Bulli T1 Replika verfügt, die mein Gepäck, die Hunde und die Kiste für Jiva transportieren kann.

Weiterhin müsste ich erklären, dass die Transporttasche von Nele nicht den IATA Richtlinien entspricht, und die so nicht im Gepäckraum transportiert werden kann.

Ich müsste beschreiben, wie ich im Taxi zum nächsten Einkaufszentrum gefahren bin, um noch eine Plastikkiste zu kaufen und wie die Verkäuferin und ihre Kollegin hilflos versuchten herauszufinden, ob die Kiste für Nele geeignet ist.

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Umbanda – tote Hühner am Strand

Wenn mich jemand fragen würde, was in Südamerika anders ist, als in Europa, würde ich antworten: Alles!
Die Kultur ist geprägt von den Überbleibseln christlicher Fanatiker und Freimaurer (vor allem in Uruguay) gemischt mit den durch die Sklaverei importierten Religionen Afrikas.

Plaza de independencia

Kurz gesagt, der Satz „Der Teufel scheißt immer auf den gleichen Haufen“ muss hier umgenannt werde in „Viele Teufel habe hier auf einen Haufen geschissen“.

Im normalen Touristenbetrieb merkt man davon nicht viel. Doch wenn man morgens an den Strand geht, und zwei schuhkartongroße Pappschachteln findet, in der jeweils ein totes Huhn liegt, bekommt man eine Ahnung, dass hier einiges Hinter den Kulissen des normalen Lebens läuft.

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