Kategorie-Archiv: Gedanken

Tom Sawyer

Wieviele Bücher aus unserer Vergangenheit haben ein Feuer der Sehnsucht in uns entfacht, die gleichzeitig, bedingt durch das Format „Roman“, in ein Einmachglas eingesperrt wurde, wo sie seitdem als unbefriedigte Erinnerung verwahrt wird?
Tom Sawyer von Mark Twain ist eines dieser Bücher für mich.
Die ungewöhnlichen Weisen, auf die Tom versucht, seine Wünsche zu verwirklichen, seine Abenteuer, die Freundschaft zu Huckleberry Finn, der in einer friedlichen Naturverbundenheit lebt, und das alles eingebettet in die fast noch ursprüngliche, natürliche Umgebung des Mississippi, auf dem als größte Innovation Schaufelraddampfer fahren.
Kein Stress, keine Termine, keine Umweltverschmutzung, kein Krach, im Grunde genommen ein Paradies.

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Sharing is caring – teile und beherrsche dein Leben

In São Thomé sind die finanziellen Mittel recht knapp. Die Touristen sind die einzige Einnahmequelle für die Einwohner, ansonsten wird noch ein Steinbruch betrieben, aber ich habe nicht das Gefühl, dass die Einwohner davon nicht viel abbekommen.
Das Leben geht aber trotzdem. Nur ein bisschen anders, als in Deutschland.
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Erster Ausflug – Abenteuer und Verluste

Nachdem ein Großteil der Küche eingebaut war, wurde es Zeit, die Haltbarkeit im Straßenverkehr zu testen. Ich kannte eine schöne Nebenstrecke, mit einem hochgelegnen Punkt, den ich zur Übernachtung nutzen wollte.

Doch das Abenteuerland ist das Land, in dem alle Wünsche in Erfüllung gehen… Somit wurde der Ausflug zu einem echten Test mit echten Verlusten…

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25.12. Weihnachten in Brasilien

Nach einer sehr kurzen und bewegten Nacht, Nele hatte irgendwie Durchfall, und immer, wenn ich gerade eingeschlafen bin, musste sie raus, begann der Tag um 07:00 mit der Morgenmeditation.

Brasilianische Weihnachtslieder wurden gesungen, und die Musiker von Flor das Aguas waren unbeschreiblich gut.
2 Gitarristen, ein E-Bass, eine Mischung aus Klavier und Ziehharmonika, verschiedene Klangschalen und Dinger, die „Bing“ machen, Rasseln, Trommeln, alles war im Einsatz.

Nach der Mediation fragte ich nach dem heutigen Programm und wurde verständnislos angeguckt. „Heute gibts kein Programm. Um 13:00 Uhr ist Mittag, und wie gewohnt um 19:00 Uhr dieAbendmeditation“. Keine Mandalas, kein Mantraworkshop.. nichts. Nicht mal Arbeit.
Ich fuhr nach Hause und beschloss, zu sehen, was passiert.

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24.12. Weihnachten in Brasilien

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt….
Ich wollte seit sehr langer Zeit einmal Weihnachten alleine verbringen. Mit den Hundis ja, aber sonst alleine. Seit ich Source Temple verlassen habe, schien dieser Wunsch Gestalt anzunehmen. Doch dann habe ich aus irgendeiner Gutmenschenlaune heraus zugesagt, dass ich bei Flor das Aguas bei den Vorbereitungen für das Neujahrsretreat aushelfe. Und so war ich natürlich auch zur Weihnachtsfeier eingeladen…

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Zigeunerjunge

Nachdem ich meine Idee, mit einem VW Bus durch Südamerika zu reisen verworfen habe, musste ich mein weiteres Vorgehen neu planen.
Die langfristige Zielsetzung ist, möglichst unabhängig zu sein, wenig Ausgaben zu haben, zu reisen und meine kleine Familie, Nele und Jiva, dabei haben zu können.

Während ich mit mir eine Art innere Einkehr hielt, fiel mir plötzlich etwas spannendes auf.
Als KFZ-Mechaniker und Zimmermann bin ich in der Lage, Fahrzeuge und Häuser zu bauen. Wenn ich beides zusammenwerfe, kann ich zum Beispiel aus einem Auto ein Haus machen, was mir irgendwie unpassend erscheint. Der Gedanke aber, aus einem Haus ein Auto zu machen, macht unter den oben genannten Zielen allerdings Sinn.
Ich baue mir also ein Haus mit Rädern.

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Verantwortung – Schuld, Ohnmacht, Freiheit

Es ist wieder an der Zeit, dass ich ein par Gedanken mit meiner Leserschaft teile, die ich seit längerer Zeit mit mir herumtrage. Es geht um Verantwortung.

Hier, in meiner spirituellen Gemeinde, ist Verantwortung ein sehr beliebter Begriff. Das Resultiert aus einem, meiner Ansicht nach falsch verstandenem Konstruktivismus, gemischt mit einem spirituellen Weltbild, das seine Wurzeln im Katholizismus hat.

Der Tropfen, der das Fass hat überlaufen lassen, war die Wahl von Donald Trump. „Du bist dafür verantwortlich, denn deine Gedanken erzeugen die Welt!“ wurde mir gesagt. „Es ist unsere Aufgabe, unsere Gedanken zu reinigen, um die Welt zu einer besseren Welt zu machen.“
 Ich möchte nun nicht das Weltbild oder die Auswirkungen kollektiven Bewusstseins diskutieren, sondern die Funktion und den Missbrauch des Wortes „Verantwortung“ darstellen. Ich möchte den Missbrauch beschreiben, die Bedeutung des Wortes klären und darstellen, was Verantwortung mit Freiheit zu tun hat.

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Ein Jahr ist schnell vorbei

Heute ist der erste Todestag meiner Mutter und somit der Geburtstag meines „neuen Lebens“. Denn als ich erkannt habe, wie schnell das Leben vorbei sein kann, und dass es recht unbefriedigend ist, es in einer 75qm Wohnung zu verbringen, einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren und seine Träume mit in die nächste Inkarnation zu nehmen, habe ich beschlossen, meins radikal zu ändern.

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