Kategorie-Archiv: Reisebericht

Zivilisationsvergiftung

Das Leben in meiner Einsiedelei hat mir einige Klarheit über mein Wesen und die daraus resultierenden Probleme in meiner Vergangenheit verschafft.

Zum Beispiel meine Abneigung gegen Menschenmassen.

Wenn mich Ein Freund in unserer Jugend immer dazu aufforderte, ihn zu einem Wein- oder Straßenfest zu begleiten, suchte ich immer händeringend Ausreden, was mir jedoch nie wirklich geglückt ist.

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Leistenbruch in Brasilien

Es ist eine Weile her, dass ich mir einen Leistenbruch zugezogen habe. Grundsätzlich nicht schlimm, aber ein wenig nervig, wenn eine Darmschlinge immer wieder durch die Bauchmuskulatur nach vorne heraustritt. Gerade beim längeren Stehen oder Laufen muss ich das Ding immer wieder zurückdrücken, da sonst mehr und mehr Darm aus der Beckenregion herausrutscht.
Schließlich war es an der Zeit, mich um eine Operation zu kümmern und so das Gesundheitssystem in Brasilien kennen zu lernen.

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Das Haus am See

 

Seit einiger Zeit machte ich mir um einige Dinge sorgen. Eins davon war die Frage nach dem „wo kommt das Geld für das Futter her?“
Ich war zwar wieder in Cunha, wo es beim Metzger Fleischabfälle gratis gibt, nur wollte ich den Hunden nicht ihr Futter wegessen.
Also meldete ich mich bei Flor das Aguas, und die ließen mich in ihr „Sanktuarium“, einem Haus, inmitten der Natur.

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Tom Sawyer

Wieviele Bücher aus unserer Vergangenheit haben ein Feuer der Sehnsucht in uns entfacht, die gleichzeitig, bedingt durch das Format „Roman“, in ein Einmachglas eingesperrt wurde, wo sie seitdem als unbefriedigte Erinnerung verwahrt wird?
Tom Sawyer von Mark Twain ist eines dieser Bücher für mich.
Die ungewöhnlichen Weisen, auf die Tom versucht, seine Wünsche zu verwirklichen, seine Abenteuer, die Freundschaft zu Huckleberry Finn, der in einer friedlichen Naturverbundenheit lebt, und das alles eingebettet in die fast noch ursprüngliche, natürliche Umgebung des Mississippi, auf dem als größte Innovation Schaufelraddampfer fahren.
Kein Stress, keine Termine, keine Umweltverschmutzung, kein Krach, im Grunde genommen ein Paradies.

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Bilder von São Thomé das letras Brasilien

São Thomé das letras liegt in der Gebirgsregion von Minas Gerais in Brasilien. Hier wurde jahrelang Gold geschürft, dass dann in die  220 km entfernte Hafenstadt Paraty transportiert wurde.

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Der Ort wurde in den 70er Jahren bekannt, als ein französischer „Uri Geller“ hier eine Pyramide für sich bauen wollte. Als das Bauwerk halb fertig war, beschloss die Stadt, dass sie dieses Bauvorhaben nicht haben will, und der Franzose verließ den Ort.

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Wenn das Haus in Reparatur ist

Endlich ist der VW Bus in der Werkstatt. Die rauhen Straßen hier haben ihm ganz schön zugesetzt. Die Aufhängung des Getriebes (so ein Gummiblock) ist gebrochen, ein Radlager war schon im Eimer, und das Lager der Antriebswelle am Hinterrad incl. Achsmanschette müssen gemacht werden.
Das ist ein halber Tag Arbeit und kostet 150 Realis, ca. 50 Euro… incl. Material!
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Ich geh mal Geld holen

„Aus Sicherheitsgründen haben wir ihre Kreditkarte gesperrt!“
Den informellen Brief bekommt man natürlich erst nach der Sperrung, wenn man eh gemerkt hat, das irgendetwas nicht stimmt. Eine Überweisung mit Western Union hat nicht geklappt, weil meine Push Tan App mein Passwort für falsch gehalten hat. Das scheint alle 6 Monate zu passieren. Ich habe das Passwort abgetippt, und die App sagte: „ich bin jetzt mal gesperrt!“.
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São Thomé das letras

Für die 220 km von Cunha nach São Thomé brauchte ich einen Tag. Das lag hauptsächlich an der Straße, denn viele Steigungen musste ich im ersten Gang fahren. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 70 km/h.
Irgendwann wurde die Straße wieder zum Feldweg, und es wurde richtig langsam.
Aber irgendetwas veränderte sich. Manche menschen behaupten, es sei die Energie der Region. Mir jedenfalls war nach anhalten zu mute. Anhalten und die Ruhe genießen.
Das tat ich drei volle Tage lang…
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