Kategorie-Archiv: Reisebericht

25.12. Weihnachten in Brasilien

Nach einer sehr kurzen und bewegten Nacht, Nele hatte irgendwie Durchfall, und immer, wenn ich gerade eingeschlafen bin, musste sie raus, begann der Tag um 07:00 mit der Morgenmeditation.

Brasilianische Weihnachtslieder wurden gesungen, und die Musiker von Flor das Aguas waren unbeschreiblich gut.
2 Gitarristen, ein E-Bass, eine Mischung aus Klavier und Ziehharmonika, verschiedene Klangschalen und Dinger, die „Bing“ machen, Rasseln, Trommeln, alles war im Einsatz.

Nach der Mediation fragte ich nach dem heutigen Programm und wurde verständnislos angeguckt. „Heute gibts kein Programm. Um 13:00 Uhr ist Mittag, und wie gewohnt um 19:00 Uhr dieAbendmeditation“. Keine Mandalas, kein Mantraworkshop.. nichts. Nicht mal Arbeit.
Ich fuhr nach Hause und beschloss, zu sehen, was passiert.

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Eine sonntägliche Landpartie

Martins, mein Honda Motorradmechaniker aus Cunha, hat Ronaldo, meinen Nachbarn, und mich zu einem Sonntagsausflug eingeladen. Er habe ein Haus in den Bergen gekauft, abgeschieden von der Welt, und er müsse dort ein Wenig aufräumen.
Dabei wünsche er sich Hilfe und Gesellschaft. Wir könnten auch was zu Essen machen, und den Sonntag in den Bergen verbringen.
Ronaldo war sofort begeistert und auch ich freute mich über etwas Abwechslung.
Am Samstag machte ich noch einen Hering- und einen Kartoffelsalat und Sonntag 08:30 Uhr stand Martins mit seinem Auto vor der Tür unseres Hauses.

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Cunha – das Leben geht weiter

Seit gestern bin ich in Cunha, einer wundervollen Kleinstadt.

Ein wahres Kleinod und genau das, was ich mir unter einer südamerikanischen Stadt vorgestellt habe. Die Menschen sind einfach, ehrlich und hilfsbereit. Das Krankenhaus, dass komplett aus Deutschland finanziert worden ist, betreibt einen organischen Gemüsegarten und die Milch und die Eier kommen direkt von den Bauern der Umgebung. Der kleidungssteil ist eher texanisch ländlich. Alles in allen eine sehr angenehme Atmosphäre.

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Der elektrische Reiter

Beim Frühstücksbrunch am Samstag habe ich erfahren, dass eine 6 Stunden Reittour angesagt ist. 6 Stunden klang recht lang, aber verglichen mit Saubermachen und Wäschewaschen war es wiederum recht verlockend. Und da dieser Entscheidungsprozess in Kürze von meinem Unterbewusstsein getroffen wurde hörte ich mich sagen: „Bin dabei!“

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Spirituelles III – Im Bann der grünen Schlingpflanze

Im Dschungel Brasiliens und Perus nennt man es Ajahuasca. Hier, in Südbrasilien ist der Name Santo Daime. Gemeint ist der Trank, der aus einer Liane hergestellt wird, die irgendwo im Urwals wächst. Manche Wissenschaftler sind sogar der Meinung, dass die Pflanze außerirdische Gene in sich trägt. Leider sind die Webseiten, die ich dazu gefunden habe derart gestaltet, dass ein glaubhafter Informationstransfer nicht gegeben ist.

Jedenfalls ist diese Pflanze mit ein Grund, weshalb ich nach Südamerika geflogen bin, und gestern bin ich ihr begegnet.

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2 Wochen Source Temple

Es gibt Menschen, die behaupten, dass wenn man ganz bewusst lebt, die Zeit länger erscheint.
Ich habe die letzten 2 Wochen äußerst bewusst erlebt und sie sind trotzdem wie im Flug vergangen.
Der Source Temple ist eine Art Ahsram, ein Rückzugsort für die spirituelle Entwicklung. Es gibt einen Lehrer, es gibt Schüler, und natürlich ein dickes Buch, in dem die Wahrheit steht.

Das dicke Buch hier heißt „A Course in Miracles“ und ähnlich wie andere dicke Bücher ist es der Autorin Helen Schucman durch die innere, göttlich Stimme diktiert worden.

Das Haupthaus
Das Haupthaus

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Anfahrt Source Temple

Die Anfahrt aus Sao Paulo verlief unproblematisch. Mit der App „Uber“ habe ich einen Fahrer gefunden, der mich für 400 Realis, ca. 110 Euro die 250 km Richtung Norden gefahren hat.
Er wusste, dass die letzte Stadt Cunha heißt, und dass da irgend eine „spirituelle Gemeinschaft“ in der Nähe sein soll.
Seine erste Überraschung erlebte er allerdings, als er die beiden Hundekisten und meinen Rücksack auf dem Bürgersteig sah.
Mit ein Bisschen Drücken passte ales ganz genau ins Auto hinein.
Dann ging es wohlgemut auf die Stadtautobahn Richtung Norden.

Ciao Sao Paulo
Ciao Sao Paulo

In Cunha war er auch noch ganz gut gelaunt, doch als wir den kleinen Ort wieder verließen und auf Pisten kamen, die ich sehr gut aus Uruguay in Erinnerung hatte, machte er eine emotionale Berg-und Talfahrt durch….

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Auf nach Brasilien – Take off bis touch down

Wenn ich die letzten 72 Stunden beschreiben wollte, wäre der Blog hier voll.
Ich müsste damit beginnen, dass mich die Mutter meiner letzten Hostelbestzerin zum Flughafen gefahren hat, da sie über eine VW Bulli T1 Replika verfügt, die mein Gepäck, die Hunde und die Kiste für Jiva transportieren kann.

Weiterhin müsste ich erklären, dass die Transporttasche von Nele nicht den IATA Richtlinien entspricht, und die so nicht im Gepäckraum transportiert werden kann.

Ich müsste beschreiben, wie ich im Taxi zum nächsten Einkaufszentrum gefahren bin, um noch eine Plastikkiste zu kaufen und wie die Verkäuferin und ihre Kollegin hilflos versuchten herauszufinden, ob die Kiste für Nele geeignet ist.

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Umbanda – tote Hühner am Strand

Wenn mich jemand fragen würde, was in Südamerika anders ist, als in Europa, würde ich antworten: Alles!
Die Kultur ist geprägt von den Überbleibseln christlicher Fanatiker und Freimaurer (vor allem in Uruguay) gemischt mit den durch die Sklaverei importierten Religionen Afrikas.

Plaza de independencia

Kurz gesagt, der Satz „Der Teufel scheißt immer auf den gleichen Haufen“ muss hier umgenannt werde in „Viele Teufel habe hier auf einen Haufen geschissen“.

Im normalen Touristenbetrieb merkt man davon nicht viel. Doch wenn man morgens an den Strand geht, und zwei schuhkartongroße Pappschachteln findet, in der jeweils ein totes Huhn liegt, bekommt man eine Ahnung, dass hier einiges Hinter den Kulissen des normalen Lebens läuft.

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