Kategorie-Archiv: Reisebericht

Motorsport I

Es war gegen Ende der Siesatzeit, als mein friedlicher Schlaf in der Hängematte vor dem Haus durch den Lärm schwerer Maschinen jäh beendet wurde. Stahl auf Stein erzeugt ein Geräusch, dass so wach macht wie ein Becher Kaffee, der über die Tastatur gekippt wird.
Ich blinzelte zur Straße rüber und sah zwei große gelbe Baufahrzeuge vor unserem Gelände.
Hmm…
Große gelbe Baufahrzeuge vor dem Haus…. irgendwie kam mir das bekannt vor… gelbe Bulldozer… vor dem Haus…


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Alltag: Wasser holen

Dem aufmerksamen Leser wird zweifelsfrei aufgefallen sein, dass das Leben hier in der Sierra ein Wenig von dem abweicht, was man sonst so von zuhause kennt.

Die Lebensgrundlage zum Beispiel, das Wasser, hat hier einen besonderen Stellenwert. Dazu sollte man beachten, dass es grundsätzlich drei Sorten Wasser gibt.

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Landkommunenhipie II – Auf dem Lande

10 Millionen Fliegen sind gerade äußerst erbost, weil ich die Küche sauber gemacht habe. Mit wildem Gebrumm suchen sie in panischer Verzweiflung die letzten Winkel nach Essbarem ab, statt einfach 5 Meter weiter zum Komposthaufen zu fliegen.
Nu ja… so ein kleiner Kopf hat eben auch Nachteile…

Die Küche
Die Küche


Nele und ich haben uns langsam eingewöhnt. Wir wohnen in einem Zelt, das mittlerweile fachgerecht montiert und Wetterfest ist, sind bei den Nachbarn gerne gesehen und haben, alles in allem, eine gute Zeit.

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Landkommunenhippie I – Die Ankunft

Ich wusste nicht viel über meine Hosts, die ich über eine Work and Travel Plattform im Internet kennen gelernt habe. Eine Familie mit zwei Kindern, die im Hinterland ein Haus gebaut hat, und nun noch ein Bisschen Hilfe gebrauchen kann. Er kommt aus Finnland, heißt Magnus und ist Mitte vierzig, seine Frau Veronica ist Uruguayerin, hat Eltern, die in Argentinien leben. Der Junge, Lorenz, ist ein einhalb Jahre alt, seine Schwester Fauna 4.

Zum ersten Mal trafen wir uns, als ich in Rocha angekommen bin und von ihnen abgeholt wurde. Magnus saß am Steuer eines VW Gol Kombi, einer südamerikanischen Ausgabe unseres Golfs, Vero saß mit beiden Kindern hinten. Lorenz wurde gerade gestillt, Fauna machte splitternackt Turnübungen im Kindersitz. Ich setzte mich mit Nele auf den Beifahrersitz, mein Gepäck kam in den Kofferraum.

Eine kurze Vorstellung erfolgte, dann ging es zum Gemüsehändler und zum Bäcker, bevor die Fahrt in das 18 Km entfernte Domizil, meiner neuen Heimat, angetreten wurde.
Schnell hatten wir den kleinen Ort verlassen und fuhren auf einer Sandpiste Richtung Berge.

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Hotel California – Montevideo Feb. 2016

Es war für mich immer schwer zu verstehen, dass die von den Eagles im Lied „Hotel California“ geschilderte Situation real sein könnte. Das Hotel, in dem eigentlich alles gut ist, das man aber nicht mehr verlassen kann.
Ich habe mittlerweile in vielen Hotels meine Nächte verbracht, und in einigen recht merkwürdige Menschen kennen gelernt. Menschen, die den Winter über auf Mallorca verbringen, weil die Lebenshaltungskosten in einem all inclusive Hotel geringer sind, als in Deutschland, oder den australischen Farmer in Jogjakarta, Indonesien, der dort seine Rente mit Bier und Prostituierten durchgebracht hat.

Auch in Montevideo Uruguay war wieder ein Fall, der mich immer wieder das Lied „Hotel California“ in meinem Kopf hat abspielen lassen.
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Frankfurt – drunter, drüber und davon

„Err Wurtz…“ sagte der freundliche Mitarbeiter der Luftfahrtgesellschaft, nachdem er meine Daten in den Rechner eingegeben hatte. „Ihr Flug war gestern…“
Wäre ich Schriftsteller, würde ich jetzt schreiben, dass sich die Zeit wie eingefroren angefühlt hat. Im Frankfurter Terminal 2 stand alles still….
„Sehen sie ier… no show am 29. Januar…. das war gestern.“
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