Das dritte Jahr wird anders

Es war lange still im Blog hier. Das lag zum einen daran, dass es nicht viel zum Thema Reisen zu erzählen gab, zum anderen daran, dass mich interne Prozesse so beschäftigt haben, dass ich weder Zeit noch Lust zum Schreiben hatte.
Mystischer weise waren es genau neun Monate, die ich in meinem Haus am See verbracht habe. Hätte mir jemand zu Beginn meiner Reise erzählt, dass ich mich in völliger Abgeschiedenheit pudelwohl fühlen würde, so hätte ich ihn ausgelacht.

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Das Haus am See

 

Seit einiger Zeit machte ich mir um einige Dinge sorgen. Eins davon war die Frage nach dem „wo kommt das Geld für das Futter her?“
Ich war zwar wieder in Cunha, wo es beim Metzger Fleischabfälle gratis gibt, nur wollte ich den Hunden nicht ihr Futter wegessen.
Also meldete ich mich bei Flor das Aguas, und die ließen mich in ihr „Sanktuarium“, einem Haus, inmitten der Natur.

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Die drei Wege

Es war längere Zeit still im Blog. Das lag an verschiedenen Dingen. Zum Einen war ich mit Carina und Malte drei bzw. zwei Wochen in den Staaten Sau Paulo, Minas Gerais und Rio unterwegs.
Danach habe ich noch ein paar Wochen in Rio de Janeiro verbracht, wo ich eine Dachterasse begrünt habe.
Natürlich überwogen in dieser Zeit die Ausgaben, was mich in die Situation versetzte, dass ich meine Notgroschen umdefinieren musste.
Jetzt ist der VW Bus der Notgroschen.
Mit dem letzten Geld haben die Hunde ihre Tollwutimpfung bekommen.

Nun gibt es drei Wege, die ich zur Zeit sehe:

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Vinicius der Bäcker

Irgendwann habe ich eine These aufgestellt: „Wenn jeder beruflich das machen würde, was ihm Freude macht, und das zu Konditionen, die ihm ein Leben ermöglichen, hätten wir nicht nur keine Arbeitslosen, sondern vorwiegend zufriedene Menschen und von allem genug für alle.“
Nun kann man sagen, dass das Modell nicht funktioniert, weil die Rahmenbedingungen so etwas nicht zulassen. Das mag für Deutschland mir Sicherheit zutreffen, aber in Brasilien geht es.

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Tom Sawyer

Wieviele Bücher aus unserer Vergangenheit haben ein Feuer der Sehnsucht in uns entfacht, die gleichzeitig, bedingt durch das Format „Roman“, in ein Einmachglas eingesperrt wurde, wo sie seitdem als unbefriedigte Erinnerung verwahrt wird?
Tom Sawyer von Mark Twain ist eines dieser Bücher für mich.
Die ungewöhnlichen Weisen, auf die Tom versucht, seine Wünsche zu verwirklichen, seine Abenteuer, die Freundschaft zu Huckleberry Finn, der in einer friedlichen Naturverbundenheit lebt, und das alles eingebettet in die fast noch ursprüngliche, natürliche Umgebung des Mississippi, auf dem als größte Innovation Schaufelraddampfer fahren.
Kein Stress, keine Termine, keine Umweltverschmutzung, kein Krach, im Grunde genommen ein Paradies.

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Bilder von São Thomé das letras Brasilien

São Thomé das letras liegt in der Gebirgsregion von Minas Gerais in Brasilien. Hier wurde jahrelang Gold geschürft, dass dann in die  220 km entfernte Hafenstadt Paraty transportiert wurde.

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Der Ort wurde in den 70er Jahren bekannt, als ein französischer „Uri Geller“ hier eine Pyramide für sich bauen wollte. Als das Bauwerk halb fertig war, beschloss die Stadt, dass sie dieses Bauvorhaben nicht haben will, und der Franzose verließ den Ort.

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Sharing is caring – teile und beherrsche dein Leben

In São Thomé sind die finanziellen Mittel recht knapp. Die Touristen sind die einzige Einnahmequelle für die Einwohner, ansonsten wird noch ein Steinbruch betrieben, aber ich habe nicht das Gefühl, dass die Einwohner davon nicht viel abbekommen.
Das Leben geht aber trotzdem. Nur ein bisschen anders, als in Deutschland.
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Nele und die Schneiderinnen

Nach einem Jahr unterwegssein wird das ein oder andere Material doch etwas in Mitleidenschaft gezogen. Das iPad, das MacBook, die Kamera und natürlich die Klamotten.
Und während ich den Weg zur Schneiderei gehe, wird mir die Vergänglichkeit aller Dinge bewusst weil irgendwann ein Zeitpunkt kommt, an dem die Hose nicht mehr zu flicken ist.
Was ein Gang zum Schneider, abgesehen von solchen Gedanken, noch bewirken kann…
Ich sollte öfter zum Schneider gehen…
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