São Thomé das letras

Für die 220 km von Cunha nach São Thomé brauchte ich einen Tag. Das lag hauptsächlich an der Straße, denn viele Steigungen musste ich im ersten Gang fahren. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 70 km/h.
Irgendwann wurde die Straße wieder zum Feldweg, und es wurde richtig langsam.
Aber irgendetwas veränderte sich. Manche menschen behaupten, es sei die Energie der Region. Mir jedenfalls war nach anhalten zu mute. Anhalten und die Ruhe genießen.
Das tat ich drei volle Tage lang…
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Erster Ausflug – Abenteuer und Verluste

Nachdem ein Großteil der Küche eingebaut war, wurde es Zeit, die Haltbarkeit im Straßenverkehr zu testen. Ich kannte eine schöne Nebenstrecke, mit einem hochgelegnen Punkt, den ich zur Übernachtung nutzen wollte.

Doch das Abenteuerland ist das Land, in dem alle Wünsche in Erfüllung gehen… Somit wurde der Ausflug zu einem echten Test mit echten Verlusten…

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25.12. Weihnachten in Brasilien

Nach einer sehr kurzen und bewegten Nacht, Nele hatte irgendwie Durchfall, und immer, wenn ich gerade eingeschlafen bin, musste sie raus, begann der Tag um 07:00 mit der Morgenmeditation.

Brasilianische Weihnachtslieder wurden gesungen, und die Musiker von Flor das Aguas waren unbeschreiblich gut.
2 Gitarristen, ein E-Bass, eine Mischung aus Klavier und Ziehharmonika, verschiedene Klangschalen und Dinger, die „Bing“ machen, Rasseln, Trommeln, alles war im Einsatz.

Nach der Mediation fragte ich nach dem heutigen Programm und wurde verständnislos angeguckt. „Heute gibts kein Programm. Um 13:00 Uhr ist Mittag, und wie gewohnt um 19:00 Uhr dieAbendmeditation“. Keine Mandalas, kein Mantraworkshop.. nichts. Nicht mal Arbeit.
Ich fuhr nach Hause und beschloss, zu sehen, was passiert.

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24.12. Weihnachten in Brasilien

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt….
Ich wollte seit sehr langer Zeit einmal Weihnachten alleine verbringen. Mit den Hundis ja, aber sonst alleine. Seit ich Source Temple verlassen habe, schien dieser Wunsch Gestalt anzunehmen. Doch dann habe ich aus irgendeiner Gutmenschenlaune heraus zugesagt, dass ich bei Flor das Aguas bei den Vorbereitungen für das Neujahrsretreat aushelfe. Und so war ich natürlich auch zur Weihnachtsfeier eingeladen…

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Eine sonntägliche Landpartie

Martins, mein Honda Motorradmechaniker aus Cunha, hat Ronaldo, meinen Nachbarn, und mich zu einem Sonntagsausflug eingeladen. Er habe ein Haus in den Bergen gekauft, abgeschieden von der Welt, und er müsse dort ein Wenig aufräumen.
Dabei wünsche er sich Hilfe und Gesellschaft. Wir könnten auch was zu Essen machen, und den Sonntag in den Bergen verbringen.
Ronaldo war sofort begeistert und auch ich freute mich über etwas Abwechslung.
Am Samstag machte ich noch einen Hering- und einen Kartoffelsalat und Sonntag 08:30 Uhr stand Martins mit seinem Auto vor der Tür unseres Hauses.

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Wohnwagen – es geht los und muss warten…

Das Holz und ein Großteil des Fahrwerks für die Grundplattform sind angekommen. Nun geht es damit los, eine verbindende Ordnung in die Einzelteile zu bekommen. Aufgrund der einfachen Werkzeuge, die mir mein Nachbar Ronaldo zur Verfügung stellt, fühlte ich mich sehr an meine erste Ausbildung als Zimmermann erinnert…

Aber das Leben wäre nicht das Leben, wenn nicht wieder eine Überraschung warten würde…

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Zigeunerjunge

Nachdem ich meine Idee, mit einem VW Bus durch Südamerika zu reisen verworfen habe, musste ich mein weiteres Vorgehen neu planen.
Die langfristige Zielsetzung ist, möglichst unabhängig zu sein, wenig Ausgaben zu haben, zu reisen und meine kleine Familie, Nele und Jiva, dabei haben zu können.

Während ich mit mir eine Art innere Einkehr hielt, fiel mir plötzlich etwas spannendes auf.
Als KFZ-Mechaniker und Zimmermann bin ich in der Lage, Fahrzeuge und Häuser zu bauen. Wenn ich beides zusammenwerfe, kann ich zum Beispiel aus einem Auto ein Haus machen, was mir irgendwie unpassend erscheint. Der Gedanke aber, aus einem Haus ein Auto zu machen, macht unter den oben genannten Zielen allerdings Sinn.
Ich baue mir also ein Haus mit Rädern.

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